Informatik ist längst kein Nischenfach mehr. Wer heute zur Schule geht, wächst mit Smartphones, Algorithmen und künstlicher Intelligenz auf – und soll verstehen, wie diese Systeme funktionieren, statt sie nur zu bedienen. Genau darum geht es im Informatikunterricht: um Problemlösen, Modellieren, Programmieren und um die Frage, wie digitale Technik unsere Gesellschaft verändert. Diese Seite bündelt Wissen rund um das Thema Informatik und Schule – für Lehrkräfte, Referendarinnen und Referendare, Schülerinnen und Schüler sowie alle, die sich für informatische Bildung interessieren.

Was dich hier erwartet

Die Beiträge sind in fünf Bereiche gegliedert. Unter Informatik erklären wir die Grundlagen des Fachs: was Informatik eigentlich ist, welche Teilgebiete es gibt, wie sich die Geschichte der Informatik entwickelt hat und was ein Informatiksystem ausmacht. Unter Schule geht es um Bildungsstandards und Lehrpläne, das passende Schulbuch, das Informatik-Abitur und die bekannten Informatik-Wettbewerbe.

Der Bereich KI & Digital zeigt, wie künstliche Intelligenz im Unterricht sinnvoll eingesetzt werden kann, welche Möglichkeiten KI für Lehrkräfte bietet und was digitaler Unterricht, Medienbildung und hybrides Lernen bedeuten. Unter Unterricht findest du praktische Hilfen zur Planung einer Unterrichtseinheit, zu Unterrichtsphasen, zum Unterrichtseinstieg und zur Lehrprobe.

Warum Informatik in die Schule gehört

Informatische Bildung ist Allgemeinbildung. Sie vermittelt nicht nur Programmierkenntnisse, sondern eine eigene Denkweise: Probleme zerlegen, Muster erkennen, abstrahieren und Lösungen als Algorithmus beschreiben. Diese Fähigkeiten – oft unter dem Begriff Computational Thinking zusammengefasst – helfen weit über das Fach hinaus. Gleichzeitig braucht eine digitale Gesellschaft Menschen, die Datenschutz, Algorithmen und KI kritisch beurteilen können.

In Deutschland ist Informatik Ländersache. Mehrere Bundesländer haben das Fach in den vergangenen Jahren in der Sekundarstufe I verpflichtend eingeführt oder ausgebaut, andere bieten es als Wahlpflichtfach an. Einen Überblick über die Grundlagen gibt der Beitrag zu Bildungsstandards und Lehrplänen.

Rückblick: INFOS 2011 – Informatik und Schule

Der Name dieser Seite erinnert an die INFOS 2011, die 14. GI-Fachtagung „Informatik und Schule“, die im September 2011 an der Universität Münster stattfand. Die INFOS-Tagungen der Gesellschaft für Informatik bringen seit den 1980er Jahren Lehrkräfte, Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktiker aus Hochschulen sowie Bildungsverantwortliche zusammen. Diskutiert werden neue Unterrichtskonzepte, Forschungsergebnisse der Informatikdidaktik und bildungspolitische Fragen.

Viele Themen von damals sind heute aktueller denn je: Wie viel Programmieren gehört in die Schule? Wie lässt sich Informatik schon in der Grundschule vermitteln? Wie bildet man genug Lehrkräfte aus? Diese Fragen greifen wir in unseren Beiträgen auf – etwa zu Programmieren in der Grundschule und zum Informatik-Lehramt.

Hinweis: Diese Website ist ein unabhängiges Informationsangebot und wird nicht von der Gesellschaft für Informatik oder der Universität Münster betrieben.

Für wen diese Seite gedacht ist

  • Lehrkräfte, die Informatik unterrichten oder fachfremd einsteigen und Ideen für Unterrichtsplanung, Material und KI-Werkzeuge suchen.
  • Referendarinnen und Referendare, die sich auf Unterrichtsbesuche und die Lehrprobe vorbereiten.
  • Schülerinnen und Schüler, die Grundlagen nachlesen, sich aufs Abitur vorbereiten oder an Wettbewerben teilnehmen wollen.
  • Studierende der Informatik und des Lehramts, etwa bei der Bachelorarbeit oder in Mathe für Informatiker.