Ein Informatiker oder eine Informatikerin ist eine Fachkraft, die Informatiksysteme entwirft, entwickelt, betreibt und analysiert. Die Bezeichnung ist allerdings breit: Sie reicht von der Softwareentwicklerin über den Netzwerkadministrator bis zur KI-Forscherin. Was die Berufe verbindet, ist die Fähigkeit, Probleme so zu strukturieren, dass sie sich mit Computern lösen lassen.
Definition: Was bedeutet Informatiker?
Im engeren Sinn bezeichnet „Informatiker“ jemanden mit einem abgeschlossenen Informatikstudium. Die Berufsbezeichnung ist in Deutschland jedoch nicht geschützt. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden auch Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker mit dualer Ausbildung sowie Quereinsteiger in IT-Berufen so genannt.
Typische Aufgaben
- Software planen, programmieren und testen
- Datenbanken entwerfen und pflegen
- Netzwerke und Server betreiben
- IT-Systeme gegen Angriffe absichern
- Daten analysieren und Modelle des maschinellen Lernens trainieren
- Kunden beraten und Anforderungen erfassen
- Benutzeroberflächen gestalten – siehe Mensch-Computer-Interaktion
Wege in den Beruf
| Weg | Dauer | Abschluss |
|---|---|---|
| Duale Ausbildung | in der Regel 3 Jahre | Fachinformatiker/in, z. B. Anwendungsentwicklung oder Systemintegration |
| Bachelorstudium | meist 6–7 Semester | Bachelor of Science Informatik |
| Masterstudium | meist 3–4 Semester | Master of Science |
| Duales Studium | meist 3–4 Jahre | Bachelor plus Praxiserfahrung |
| Quereinstieg | individuell | Weiterbildung, Zertifikate, Berufserfahrung |
Spezialisierungen
Neben dem allgemeinen Informatikstudium gibt es zahlreiche Bindestrich-Informatiken: Wirtschaftsinformatik, Medieninformatik, Medizininformatik, Bioinformatik oder technische Informatik. Sie verbinden Informatik mit einem Anwendungsgebiet. Einen Überblick über die Fachgebiete gibt der Beitrag Teilgebiete der Informatik.
Welche Fähigkeiten braucht man?
Entscheidend sind logisches und abstraktes Denken, Ausdauer bei der Fehlersuche und die Bereitschaft, ständig Neues zu lernen. Mathematik spielt besonders im Studium eine große Rolle – mehr dazu unter Mathe für Informatiker. Ebenso wichtig sind Kommunikation und Teamarbeit, denn Software entsteht fast immer in Teams und für Menschen.
Von der Schule zur Informatik
Wer sich für einen Informatikberuf interessiert, kann schon in der Schule viel ausprobieren: den Informatikunterricht nutzen, an Informatik-Wettbewerben teilnehmen, eigene Programmierprojekte starten oder Informatik als Prüfungsfach im Abitur wählen. Auch Schülerpraktika in IT-Abteilungen geben einen guten Einblick. Wer später selbst unterrichten möchte, findet Informationen unter Informatik-Lehramt.