Künstliche Intelligenz kann Lehrkräften viel Routinearbeit abnehmen: Ideen für den Unterrichtseinstieg sammeln, Arbeitsblätter entwerfen, Texte vereinfachen oder Aufgaben differenzieren. Richtig eingesetzt, verschafft KI Zeit für das, was wirklich zählt – die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern. Gleichzeitig bleibt die Lehrkraft verantwortlich für Inhalt, Qualität und Datenschutz.

Wobei KI Lehrkräften hilft

AufgabeWas KI leisten kann
UnterrichtsplanungIdeen für Einstiege, Stundenverläufe, Sequenzen
Arbeitsblätter erstellenAufgaben, Lückentexte, Quizfragen, Lösungen
DifferenzierungTexte in einfacher Sprache, Zusatzaufgaben, Hilfekarten
FeedbackEntwürfe für Rückmeldungen, Bewertungsraster
KommunikationElternbriefe, Ankündigungen, Übersetzungen
InformatikunterrichtBeispielprogramme, Fehlersuche, Erklärungen zu Code

KI in der Unterrichtsplanung

Bei der Planung kann KI als Ideengeber dienen. Ein Beispiel-Prompt: „Erstelle drei Ideen für einen motivierenden Einstieg in das Thema Binärzahlen für eine 6. Klasse. Dauer jeweils maximal 10 Minuten.“ Die Vorschläge sind ein Ausgangspunkt, keine fertige Stunde. Die Lehrkraft wählt aus, passt an die Lerngruppe an und prüft die fachliche Richtigkeit. Wie eine Stunde sinnvoll aufgebaut ist, zeigen Unterrichtsphasen und Unterrichtseinstieg.

Arbeitsblätter mit KI erstellen

Für Arbeitsblätter lohnt es sich, im Prompt möglichst viele Angaben zu machen:

  • Klassenstufe und Vorwissen
  • Thema und Lernziel
  • Aufgabenformat (Lückentext, Multiple Choice, offene Aufgabe)
  • Schwierigkeitsstufen für die Differenzierung
  • Gewünschte Lösungen für die Lehrkraft

Danach gilt: jede Aufgabe selbst prüfen. KI erzeugt gelegentlich falsche Lösungen oder ungenaue Fachbegriffe. Gerade im Informatikunterricht sollten Codebeispiele immer ausgeführt und getestet werden.

Gute Prompts für Lehrkräfte

  • Rolle festlegen: „Du bist eine erfahrene Informatiklehrerin an einem Gymnasium.“
  • Kontext geben: Bundesland, Klassenstufe, Vorwissen.
  • Format vorgeben: Tabelle, Liste, Länge.
  • Iterieren: Ergebnis verbessern lassen, statt neu zu beginnen.

Datenschutz und Verantwortung

Für den Umgang mit KI gelten dieselben Regeln wie für andere digitale Werkzeuge: Keine Namen, Noten oder sonstigen personenbezogenen Daten von Schülerinnen und Schülern in öffentliche KI-Dienste eingeben. Viele Länder stellen datenschutzkonforme KI-Zugänge für Lehrkräfte bereit oder empfehlen bestimmte Anbieter. Im Zweifel hilft die Datenschutzbeauftragte der Schule.

Grenzen von KI

KI kennt die eigene Klasse nicht. Sie weiß nichts über Vorwissen, Konflikte oder besondere Bedürfnisse einzelner Schülerinnen und Schüler. Pädagogisches Urteilsvermögen bleibt Aufgabe der Lehrkraft. KI ist am stärksten als Assistentin, die Entwürfe liefert – nicht als Ersatz für Planung und Beziehung. Wie KI im Unterricht selbst genutzt und thematisiert werden kann, beschreibt KI im Unterricht.